Holz

Arbeitsreintegration

Mit «Return to work» fokussieren wir uns auf die nachhaltige Wiedereingliederung ins Berufsleben. Mit Trainings berufsrelevanter Fertigkeiten und allfälligen Anpassungen am Arbeitsplatz unterstützen wir die Reintegration. Eine direkte, transparente Kommunikation mit allen Beteiligten – etwa im Rahmen eines begleiteten Arbeitsversuchs zu therapeutischen Zwecken – ermöglicht eine baldige Rückkehr an den Arbeitsplatz.

Wir sind Teil von ReGo-Work, eines Netzwerks von Experten der beruflichen Rehabilitation, das zurzeit ein nachhaltiges ergotherapeutisches Konzept auf Basis des Case Management entwickelt.

– Ist die Arbeitswiedereingliederung noch unklar?
– Entsprechen die Fertigkeiten wie Koordination, Ausdauer oder Effizienz noch nicht den Anforderungen?
– Steht in Kürze der Arbeitsbeginn nach akuten oder chronischen Problemen an Hand,  Arm oder Schulter an?

Return to work in vier Schritten

1.

Analyse  spezielle Assessments zur Beurteilung der Arbeitsbelastung, der motorischen und psychosozialen Fertigkeiten sowie der eigenen Ressourcen: AMPS (Assessment of Motor and Process Skills) APA (Arbeitsplatzabklärung: ergonomische und psychosoziale Aspekte) WRI (Worker Role Interview) Aktenstudium und Abklärungen Zieldefinition berufs- und alltagsorientiert Bericht mit Empfehlungen für das weitere Procedere

2.

Training der motorischen, berufsrelevanten Fertigkeiten wie Kraft, Belastung, Beweglichkeit und Haltung der psychosozialen Fertigkeiten Coaching beim Entwickeln der Veränderungsbereitschaft und offenen Kommunikation

3.

Anpassungen der ergonomischen Bedingungen der sozialen Faktoren rund um den Arbeitsplatz

4.

Prozessbegleitung zur Unterstützung im Wiedereingliederungsprozess und als Rückfallprophylaxe zur Begleitung bei der Zunahme der Arbeitsfähigkeit und dem gezielten Training zur Überprüfung der Wirksamkeit von Strategien und ergonomischen Veränderungen im Sinne der Kosten-Nutzen-Analyse als Bindeglied zwischen Arbeitgeber,  Arzt und Versicherung und dem Case Manager Dokumentation des Verlaufs mit abschliessender Evaluation

Selbstmanagement

Dabei ist unsere Strategie die Unterstützung zur Selbsthilfe.

Damit Klienten
– frühzeitig Symptome erkennen
– Problemlösungsstrategien flexibel anwenden
– neu erlernte Strategien im Alltag und Beruf selbständig umsetzen

Unser Grundsatz
– Unabhängigkeit fördern
– Kostenbewusstsein
– Die Rückkehr in den Arbeitsprozess von Anfang an im Auge behalten

Flyer

Assessment

APA

Arbeitsplatzabklärung: ergonomische und psychosoziale Aspekte
Die ergonomische Arbeitsplatzabklärung (APA) ist ein Screening-Instrument zur Erkennung von Risikofaktoren am Arbeitsplatz. Der APA ist systematisch strukturiert und eignet sich gut als standardisiertes  Assessment. Einerseits kann diese Methode als Befundaufnahme benutzt werden, andererseits ist sie auch für eine später wiederholte Analyse geeignet, um den Effekt und Einfluss einer Anpassung des Arbeitsplatzes oder der Tätigkeiten zu überprüfen. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation hat dieses Instrument analog der "Ergonomic Workplace Analysis" (Ahornen et al. 1989) übersetzt und an Schweizer Verhältnisse und neueste Erkenntnisse angepasst.

AMPS

Assessment of Motor and Process Skills
Das AMPS ist ein standardisiertes ergotherapeutisches Messinstrument. Es misst  anhand von Beobachtungen die Handlungsperformanz (occupational performance) von Klienten und beurteilt, inwieweit die Aktivitäten des täglichen Lebens mit erhöhter Anstrengung, reduzierter Effizienz, verminderter Sicherheit oder mit Hilfestellung ausgeführt werden. Mit dem AMPS werden sowohl die motorischen als auch die prozessbezogenen ADL-Fertigkeiten ermittelt und mit einem Computer-Programm ausgewertet. Die Ergebnisse der AMPS-Evaluation werden mittels schriftlicher und grafischer Berichte anschaulich dargestellt und erleichtern somit die Dokumentation von Behandlungsfortschritten.  Reliabilität und Validität des AMPS wurden vielfach überprüft. Die Validität für den deutschen Einsatz im mitteleuropäischen Raum wurde bestätigt.

WRI

Worker Role Interview
Das Worker Role Interview ist ein halbstrukturiertes Interview, das für den psychosozialen und den Umweltanteil bei einem verletzten Berufstätigen oder einer Person mit Langzeiterkrankung/Behinderung entwickelt wurde. Das WRI kombiniert Informationen aus dem Interview mit Beobachtungen bei der Erhebung der körperlichen Funktionen, des Verhaltens un der Arbeitsfähigkeit. 2011 Wurde das WRI ins deutsche übersetzt und validiert (Köller et al. 2011).

Möchten Sie einen Termin vereinbaren?

Wir beraten Sie gerne, damit Sie baldmöglichst wieder beschwerdefrei und mit Freude Ihren Alltag leben können. Wir beraten und betreuen Sie auf Deutsch, Englisch, Französisch sowie teilweise auf Italienisch, Spanisch und Ungarisch.

044 251 97 90

Weiterführende Studien: Arbeitsreintegration

De Vries, H., Brouwer, J. S. et al., «Staying at work with chronic nonspecific musculoskeletal pain: a qualitative study of workers’ experiences», in: BMC Musculoskeletal Disorders 12, 2011, S. 1–11.

Hämmig, O., Knecht, M. et al., «Work-life conflict and musculoskeletal disorders: a cross-sectional study of an unexplored association», in: BMC Musculoskeletal Disorders 12, 2011, S. 1471–2474.

Hou, W., Chi, C., Lo, H. et al. (2013) Vocational rehabilitation for enhancing return-to-work in workers with traumatic upper limb injuries. Chorane Database of Systematic Review, 10. Art. No CD01000

Köller, B., Niedermann, K., Klipstein A., Haugboelle, J., «The psychometric properties of the German version of the new Worker Role Interview (WRI-G 10.0) in people with musculoskeletal disorders», in: Work 40 (2011) 401–410 401 DOI 10.3233/WOR-2011-1252

Oberfeld, E., Vögelin, E., Zwahlen, M. «Wiederaufnahme der Arbeit nach traumatischen Handverletzungen: medizinische, persönliche und arbeitsbezogene Faktoren» in: Handchirurgie Mikrochirurgie Plastische Chirurgie 2015; 47: 44-57

Ross, J. Occupational Therapy and Vocational Rehabilitation, John Wiley & Sons Ltd., Chichester, England 2007

Weitere Therapien

Hand, Arm, Schulter

akute Verletzungen wie Knochenbrüche, Bandverletzungen, Sehnenverletzungen, Nervenläsionen, Distorsionen, Amputationen

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Rheumatische Erkrankungen

wenn Hände, Arme, Schultern betroffen sind, oder wenn es um eine Optimierung des Alltagsmanagement geht.

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Überlastungen

Schmerzen an Hand, Arm und Schulter wie RSI, CTD, CTS, Sehnenscheidenentzündungen, Tennisellbogen und andere sind unser Fokus.

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Chronische Schmerzen

wenn der Schmerz zur eigenständigen Krankheit wird

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Musik-Medizin

Seit Jahren befassen wir uns mit den Hand-, Arm-, Schulter-Problemen von Musikern deren spezifischer Rehabilitation.

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Arbeitsreintegration

Wenn es nach einer Hand, Arm, Schulterverletzung oder Erkrankung um eine möglichst frühe, reibungslose Integration geht.

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